Die Personaler und ihre Geheimcodes im Arbeitszeugnis

Jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf ein ordentliches Arbeitszeugnis!

Es gibt inzwischen viele Urteile und Regelungen für verschiedene Arten von Arbeitszeugnisse. Da ein Arbeitszeugnis dem Bewerteten (Arbeitnehmer) nicht schaden darf, ist seine Sprache von einer ausgesuchten Höflichkeit und Wohlwollen geprägt – und kann doch ganz schön negativ gemeint sein. Mittlerweile haben sich Floskeln etabliert, die sehr versteckte, aber dennoch erkennbare Hinweise über den Bewerteten ( Arbeitnehmer) enthalten.

Wichtig zu wissen ist, dass viele Personalverantwortliche nicht immer die Zeit haben, alle Zeugnisse genau durchzulesen. In diesem Zusammenhang rückt insbesondere der Leistungssatz (Gesamtbewertung der Leistung) in den Vordergrund. Anbei eine kurze Zusammenfassung bzw. Notenskala im Arbeitszeugnis für die Gesamtbewertung:

sehr gut:

  • Herr/Frau XY hat die ihm/ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten/uneingeschränkten Zufriedenheit erledigt.
  • Alternativ: Wir waren immer mit seinen/ihren Leistungen in jeder Hinsicht außerordentlich zufrieden.

gut:

  • … hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unser vollen Zufriedenheit erledigt.
  • Alternativ: Wir waren mit seinen Leistungen immer voll und ganz zufrieden.

befriedigend:

  • … hat die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.

ausreichend:

  • … hat die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erledigt.

mangelhaft:

  • … hat die ihm übertragenen Aufgaben im Großen und Ganzen/im Allgemeinen zu unserer Zufriedenheit erledigt.

ungenügend:

  • … hat sich bemüht, seine Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen.

Wichtig ist auch der Zukunftswunsch des Arbeitgebers, bedauert er den Weggang des Kollegen und wünscht er ihm für die Zukunft alles Gute?